Design Thinking und Microsoft Catalyst

Home » Customer Engagement » Design Thinking und Microsoft Catalyst

Ideen fliegen uns im Alltag an den unterschiedlichsten Orten, in den unmöglichsten Momenten zu und oft vergessen wir sie leider wieder, weil wir sie nicht notiert haben. Aber was inspiriert uns? Meistens inspirieren uns Dinge, die wir täglich benutzen und dessen Nutzung wir uns gern einfacher wünschen. Oder Langeweile! Wenn wir uns „langweilen“ kann der Geist kreativ werden und sich über vernachlässigte Themen überhaupt erst Gedanken machen.

Am Arbeitsplatz sind wir hingegen selten kreativ. Von 08:00 bis 18:00 Uhr werden systematisch oder auch chaotisch alle To-Dos des Tages abgearbeitet, vorgeplant, koordiniert. Raum für Ideen ist hier selten, sodass dieser erst geschaffen werden muss.

Wie kann man Ideen Raum geben?

Mit einer Kombination aus unterschiedlichen Menschen, die alle dieselbe Leidenschaft für etwas hegen, ist es möglich neue Ideen „auf Knopfdruck“ entstehen zu lassen. Nicht alle davon sind umsetzbar oder vielleicht auf den ersten Blick auch größenwahnsinnig. Aber genau darum geht es, wenn man sich im Team gegenseitig zu neuen Ideen inspiriert.

Im Businessumfeld reicht es aber nicht, dieses Team abgeschottet in einen Raum zu setzen und wild brainstormen zu lassen. Ohne Plan entsteht daraus wohl kaum eine wirtschaftlich umsetzbare Idee.

Wie findet man Ideen für Lösungen, die auch umsetzbar sind?

Um herausfinden zu können welche der Ideen umsetzbar sind, können sogenannte agile Methoden verwendet werden. Eine davon ist die „Design Thinking“-Methode, bei der es darum geht, ein Team neue Geschäfts Modelle oder Produkte entwickeln zu lassen. Oder „Scrum“, welches die iterative Umsetzung von Ideen und Projekten mit Fokus auf den Kundenwunsch setzt.

Kreativ zu Lösungen gelangen – mit Design Thinking

Verstehen, beobachten, Standpunkt definieren, Ideen entwickeln, Prototyp erstellen, testen – das sind die sechs Phasen der Design Thinking Methode.

Während dieser sechs Phasen arbeiten möglichst unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Fachgebieten systematisch an einer (komplexen) Problemstellung. Ein kreatives Umfeld soll dabei unterstützen Ideen fließen zu lassen. Im Fokus stehen die Bedürfnisse und Wünsche der Endnutzer, damit letztendlich eine anwenderorientierte Lösung kreiert wird. Das „Thinking“ steht speziell dafür, dass die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Lösung faktenbezogen und systematisch untersucht wird.

Design Thinking vereint Nutzen, Machbarkeit und Marktfähigkeit. Alle drei Punkte werden gleich gewichtet, wodurch sich das bestehende Problem unter Berücksichtigung aller Aspekte am besten lösen lässt.

Microsoft Catalyst und das IDEA-Modell

Microsoft Catalyst bedient sich ebenfalls der „Design Thinking“ Methode, setzt aber noch einen drauf – mit dem IDEA-Modell!

Wozu dient dieses Modell und welchen Mehrwert bietet dessen Anwendung?

Kurz gesagt: Ein Unternehmen einer beliebigen Branche kann mithilfe von Microsofts Catalyst Geschäftsstrategien, neue Produkte oder Serviceangebote erfolgreich planen, entwickeln und ausführen. Basierend auf bewährten und innovativen Ansätzen des IDEA-Modells: Inspire (Inspiration), Design (Entwurf), Empower (Befähigung) und Achieve (Erfolg), ist der Erfolg garantiert.

Microsoft Catalyst – die Inspire Phase

Die Inspire-Phase bedient sich dem „Design Thinking“ Ansatz und dient der ersten kreativen Entwicklung von Visionen und Strategien für zukünftige Geschäftsentwicklungen. Auch hier kommen beispielsweise Stakeholder aus unterschiedlichen Abteilungen an einen Tisch, um in einem moderierten Envisioning-Workshop die „pains-needs-desires“ des Unternehmens zu identifizieren und mögliche Lösungs-Szenarien zu entwickeln.

microsoft-catalyst-inspire-phase

Die Gruppe kann so geschäftliche Herausforderungen sowie Marktchancen erkennen und verstehen, eine Liste von Ideen erstellen und nach Umsetzbarkeit priorisieren und Lösungen bereits definieren. Die erarbeiteten Lösungen können im späteren Verlauf von Catalyst als Prototyp getestet werden.

Ergebnis der Inspire-Phase

Die Inspire-Phase liefert ein Vision Statement, welches den potenziellen Transformations- sowie den Lösungsplan bereits enthält. Dieses Dokument ist der Kompass, der einem Unternehmen dabei hilft, die Schritte bis zur Transformation zu definieren und zu priorisieren – ohne vom Ziel abzuweichen.

Microsoft Catalyst – die Design Phase

Die Design-Phase beinhaltet Workshops, die den Fokus auf Geschäftswert und Technologie legen, um gezielt die wichtigsten Antriebsfaktoren für das Projekt zu ermitteln. Zusammen mit Microsoft werden überzeugende Argumente für die Transformation gesammelt, geprüft und an Geschäftszielen – die zuvor in der Inspire-Phase definiert wurden – ausgerichtet. Darunter fällt auch die Bewertung der gewünschten Ergebnisse, um mögliche Auswirkungen des Projekts auf die Abteilungen und Prozesse abzuschätzen.

microsoft-catalyst-design-phase

Deshalb sollte das Team – wie im Design Thinking Ansatz – unbedingt aus Personen bestehen, die direkt von der Veränderung betroffen sind.

Das Ergebnis der Design-Phase

Das Ergebnis der Workshops ist ein solides Geschäftsszenario, wodurch das Unternehmen besser versteht, wo es heute steht, wo es in Zukunft hin möchte und wie dieses Ziel erreicht wird – gestützt durch einen ersten ROI-Bericht und einem genau definierten Lösungsstrategieplan.

Microsoft Catalyst – die Empower Phase

Nachdem das Projekt Team mit Microsoft die ersten zwei Phasen gemeistert hat, gilt es nun weitere Mitstreiter für die positive Einführung der potentiellen Lösung zu gewinnen. In vielen Unternehmen ist es beispielsweise ratsam – und manchmal auch zwingend notwendig – die Zustimmung für ein Projekt von direkt betroffen Personen einzuholen.

microsoft-catalyst-empower-phase

Im Rahmen von ersten Change Management Schritten werden kundenspezifische Demoinhalte für den neuen Geschäftsprozess erstellt. Diese werden dann den zuvor ausgewählten Personen in Workshops präsentiert.

Nach Möglichkeit wird die Demonstration direkt im zu verbessernden Geschäftsprozess integriert präsentiert, um die Lösung greifbarer werden zu lassen.

Das Ergebnis der Empower-Phase

Die Demonstration der Lösung – unterstützt durch Demodaten, Power-Point Präsentationen und weiteren greifbaren visuellen Assets – hilft dabei die Begeisterung für die Microsoft-Lösung zu verstehen, zu fördern und zu teilen.

Microsoft Catalyst – die Achive Phase

Mit Beginn der Achive-Phase von Microsoft Catalyst ist die Theorie nun abgeschlossen. Es gilt die Vision in die Tat umzusetzen! Die Transformation wird unterstützt durch einen maßgeschneiderten Aktionsplan, welcher einen realistischen Umsetzungsplan sowie den Change-Prozess für das Unternehmen enthält.

Der Transformationsplan setzt sich aus allen zuvor erarbeiteten Ergebnissen (Vision Statement, Geschäfts- und Lösungsbewertung, Demo) zusammen und wendet diese an. Er ist das Ergebnis aller Leistungen, die das Projekt-Team durch das IDEA-Modell erarbeitet hat.

microsoft-catalyst-achive-phase

Die Achieve-Phase umfasst auch Kundenerfolgsworkshops und Advocacy-Planungen, um die Einführung, die Wertrealisierung und die Innovations-Roadmap zu unterstützen.

Ergebnis der Achive-Phase

Der Transformationsplan beinhaltet eine Zusammenfassung der Vision, die Einschätzung des Teams und vereint alle Aspekte mit kommerziellen Optionen in einem Vorschlag mit konkreten Schritten zur Umsetzung. Er gilt als Grundlage und Garant für den Erfolg der Transformation.

Wie Sie Microsoft Catalyst nutzen können

Um Ihre Geschäftsanwendungen weiterzuentwickeln oder neue innovative Prozesswege mit Catalyst zu finden, benötigen Sie zuerst einen Microsoft Partner, der diese Methode anwendet.

Als Microsoft Gold Partner bieten wir Microsoft Catalyst für BizApps an. Erhalten Sie einen Überblick über alle Dynamics 365 Angebotspakete, bei denen wir nach der Catalyst Methode arbeiten. Selbstverständlich helfen wir Ihnen auch mit zusätzlichen Informationen weiter, sprechen Sie uns dazu an!

Beitrag von:
Isabell_Profile_axon_01_small

``Jeden Tag entdeckt man neue, spannende Lösungen. Genau das reizt mich an der Digitalisierung.``

Isabell Picht
aXon Marketing