Spielplatz für Nerds oder zukünftiger Alltag? Augmented Reality im Praxischeck!

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Augmented Reality (AR) bzw. erweiterte Realität wird seit Jahren als ein technologischer Trend der Zukunft gehandelt. Während AR-Phänomene wie Pokemon GO oder Snapchat die jüngere Generation begeistern, tun sich Unternehmen mit AR-Themen deutlich schwerer. Doch wie hat man sich Augmented Reality überhaupt vorzustellen? Gibt es einen Praxischeck?

Frau mit Datenbrille für Augmented Reality

Was ist Augmented Reality?

Vereinfacht ausgedrückt, überlagert Augmented Reality die reale Umgebung mit digitalen Komponenten. Man schaut sich Objekte und Räume an, welche computergenerierte Zusatzinformationen erhalten. Dies geschieht durch ein Smartphone, ein Tablet oder idealerweise durch eine Datenbrille. Durch AR ist man dadurch imstande Bilder, Videos, eingeblendete Textinformationen oder 3D Grafikmodelle dem Kontext des realen Raumes entsprechend anzuzeigen. Den größten Vorteil bieten hierbei Datenbrillen wie die HoloLens von Microsoft, durch welche man beide Hände zur Interaktion mit den Hologrammen zur Verfügung hat.

Laut Marktexperten wird sich AR in den nächsten fünf bis zehn Jahren am Massenmarkt behaupten. Für Unternehmen bleibt die entscheidende Frage, wie man AR für sich gewinnbringend einsetzen kann.

Anwendungsbereiche der AR-Technologie

AR-Anwendungen bieten vielfältige Möglichkeiten zur erweiterten Wahrnehmung von Arbeitsprozessen und -abläufen, sowie einer erweiterten visuellen Darstellung von Objekten. Dadurch eröffnen sich in so gut wie jeder Branche diverse Anwendungsmöglichkeiten.

1. Logistikbranche

In der Logistikbranche nutzen einzelne Unternehmen AR-Anwendungen bereits seit Jahren. Sie vereinfachen Prozesse der Kommissionierung und schaffen Orientierung für die Logistikarbeiter. Dies kann z.B. durch eine Navigation der Arbeiter im Lager erfolgen. Zusätzlich erhalten Mitarbeiter über eine Datenbrille notwendige Informationen z.B. zu den Paketen und Aufträgen.
Vertrieb: Eine virtuelle Produktpräsentation kann im Vertrieb für quasi alle Investitionsgüter interessant werden. Denn mit AR hat man auf seinem mobilen Gerät stets eindrucksvolle und räumlich vorstellbare Produktpräsentationen. Dabei geht die Vorstellung so weit, dass man mit dem Produkt interagieren kann und somit einen Eindruck bekommt, wie ein Produkt genutzt werden kann.

2. Konsumgütermarkt

Es gibt bereits zahlreiche Beispiele, wie AR-Anwendungen im Konsumgütermarkt aussehen könnten. IKEA hat eine App entwickelt, durch welche man Möbelstücke virtuell übers Smartphone oder Tablet im eigenen Raum platzieren kann. Mit Google Translate kann man seine

Smartphonekamera auf einen ausländischen Text richten, welcher dank einer Echtzeitübersetzung in der gewünschten Sprache auf dem Display erscheint. In der Tourismusbranche können historische Bauwerke oder Ereignisse an gewissen Orten digital nachgestellt werden und so eine neuartige Tourismuserfahrung bieten. Im Verlagswesen arbeitet man an Ideen, wie man traditionelle Printmedien mit zusätzlichen digitalen Inhalten erlebnisreicher gestalten kann.

3. Innovative Dienstleistung dank AR ​

Dienstleistende Unternehmen können mit AR-Anwendungen ihre Arbeit revolutionieren. WMF hat für ihre Wartungstechniker eine AR-Anwendung entwickelt durch welche man quasi einen „Röntgenblick“ in die Kaffeemaschine simuliert, um diese einfacher zu warten. Die Fahrstuhlwartung bei Thyssenkrupp erfolgt ebenfalls über die HoloLens. Denkt man diese Beispiele weiter, wird deutlich, dass jede Servicedienstleistung von AR profitieren kann, da Handlungsanweisungen und Kommunikationsflüsse effizient und schnell zirkulieren können.

Mehrwerte schaffen und mit digitaler Technik begeistern

Die vielfältigen Anwendungsbeispiele zeigen, dass jedes Unternehmen einen Mehrwert in der AR-Technologie für sich entdecken und nutzen kann. Die Potenziale der AR-Anwendung äußern sich durch schnelle und effiziente Informationsflüsse sowie neuen Möglichkeiten der visuellen Präsentation.
Komplexität reduzieren: Vor allem Branchen mit komplexen Arbeitsabläufen profitieren davon. „Von der Visualisierung von Elektrizität über Datenströme bis hin zu historischen Abläufen oder politischen Zusammenhängen lassen sich unzählige Themenkomplexe visualisieren und anfassbar machen.“ (IncasBlog​)

AR vereinfacht und veranschaulicht schwer vorstellbare oder sogar unsichtbare Prozesse, wodurch Fehlerrisken verringert werden. Reicht diese Hilfestellung nicht aus, kann zusätzlich über die Datenbrille ein Experte zur Hilfe angefordert werden, welcher per Video live dazugeschaltet wird und der seine Expertise beisteuern kann. Dies beschleunigt die Informationsflüsse und damit auch die Arbeitsabläufe, was immer zu Kosteneinsparungen führt.

Mit AR-Produktpräsentationen begeistern

Die visuelle Darstellung von Objekten kann in jeder Branche Mehrwerte schaffen, z.B. wenn man dem Kunden seine Produkte präsentieren möchte. Denn man kann jedes Produkt unabhängig der Größe via App oder Datenbrille dem Kunden präsentieren. Interaktive Elemente sorgen dabei für bessere Verständlichkeit der Produkte und lassen sogar Kundenideen direkt bei der Präsentation mit einfließen. Dies kann z.B. bei Platzmangel auf Messen hilfreich sein, um große Industrieanlangen veranschaulichen zu können. Darüber hinaus kann man Flyer und Produktkataloge mit interaktiven AR-Objekten erweitern. Das kann nicht nur helfen das Produkt zu erläutern, sondern allgemeine Begeisterung herbeirufen und so eine Kaufentscheidung positiv beeinflussen.

Die entscheidende Frage vor dem Einstieg in die Augmented Reality Welt
Damit AR im Unternehmen erfolgreich eingesetzt werden kann, sollten Unternehmen Usescases für sich definieren. Denn viele Unternehmen fragen sich ob die Technik schon ausgereift ist. Wie lange die Akkus halten, welche Datengeschwindigkeiten benötigt werden oder wie es mit dem Datenschutz aussieht. Wie ist die öffentliche Akzeptanz? Wollen meine Mitarbeiter mit solchen Brillen arbeiten bzw. kommen sie mit der neuen Technik zurecht?

Alles berechtigte Fragen, die man thematisieren kann. Doch bevor man sich mit diesen konkreten Fragen beschäftigt, ist es entscheidend herauszufinden, welchen Mehrwert AR einem bringen kann und wie man AR in seine individuellen Unternehmensprozesse integrieren will.

Augmented Reality als Chance

Marktexperten zeigen sich bezüglich AR zuversichtlich. Technologien entstehen nicht von heute auf morgen. Sie durchlaufen oft mehrere Phasen bis sie sich endgültig etablieren können. AR hat mittlerweile eine Phase erreicht, in der immer mehr Unternehmen das Potenzial für sich erkennen.
Die Mobile-Unit Appscale aus dem Hause aXon brachte AR recht früh in den Ostwestfälischen Mittelstand und entwickelte unter anderem für Optibelt eine

AR-Anwendung für den Messe- und Vertriebseinsatz.

AR ist dabei nicht nur eine Chance für bestehende, sondern auch für neue Unternehmen, wie das Paderborner Startup syqlo bewiesen hat. Dieses entwickelte eine AR-App zur Vermessung von Hausanschlüssen auf dem Bau. Damit setzt das Start-Up von Anfang an auf die AR-Technologie und nutzt neuartige Möglichkeiten, um Arbeitsprozesse auf dem Bau zu beschleunigen und zu vereinfachen.

Zu wissen, wie man die Potenziale der AR-Technologie für seine Zwecke gewinnbringend nutzen kann, wird die entscheidende Kompetenz in den nächsten Jahren sein. In dieser Hinsicht können digitale Beratungsunternehmen profitieren, in dem sie durch ihre Expertise geeignete Usecases für Unternehmen herauskristallisieren und den Weg in die AR-Welt ebnen.

Möchten Sie wissen, ob AR auch Ihr Unternehmen bereichern kann? Dann besuchen Sie einen unserer kostenlosen Azure-Workshops. Oder kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne persönlich innovative Branchenlösungen mit AR.

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Beitrag von:
Eduard-Zakureny_axon

``Jeden Tag entdeckt man neue, spannende Lösungen. Genau das reizt mich an der Digitalisierung.``

Eduard Zakureny
aXon Marketing