Mixed Reality: Irgendwo zwischen Realität und Virtualität

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​​​​​​​​​In der voranschreitenden Digitalisierung entstehen Chancen und Möglichkeiten durch digitalisierte Prozesse Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Möchte man komplexe Arbeitsabläufe vereinfachen und kommunikative Wege effizienter nutzen, so muss man stets nach neuen digitalen Entwicklungen Ausschau halten. Eines dieser Entwicklungen versteckt sich hinter dem Buzzword „Mixed Reality“.

Mann mit Microsoft Hololens

Was ist Mixed Reality?

Um Mixed Reality zu verstehen, muss man bei Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) ansetzen. Denn Mixed Reality vereint diese beiden Technologien in einem Gerät.

VR: Virtual Reality (bzw. virtuelle Realität) meint eine computergenerierte Welt, die durch eine VR-Brille erfahrbar gemacht wird. In der VR-Welt ist man von der Realität abgeschottet und erhält die Möglichkeit mit körperlichen Bewegungen oder mit spezieller Eingabehilfe zu interagieren. Die virtuelle Welt kann dabei bis zu 360° des Blickwinkels umfassen. Um diese komplett zu erblicken, muss man nur ganz natürlich umherschauen, weil das Bild dann passend mitzieht. Dies ermöglicht ein virtuelles Erlebnis, welches als real empfunden wird.

AR: Augmented Reality (bzw. erweiterte Realität) arbeitet ebenfalls mit computergenerierten Inhalten. Im Gegensatz zu VR wird allerdings keine komplett virtuelle Welt angezeigt. Die reale Umgebung wird genutzt und um zusätzliche Informationen in virtueller Form bereichert. AR-Erfahrung kann anhand eines Smartphones, Tablets oder ebenfalls einer Datenbrille erfolgen.

Mixed Reality und die Vorteile beider Welten

Mixed Reality stellt schließlich eine Art Hybrid von VR und AR dar. Ausgangspunkt ist auch hier die reale Umgebung, welche, wie bei AR, virtuelle Inhalte projiziert bekommt. Diese sind aber komplexer und deutlich interaktiver und erinnern damit an die Interaktionsmöglichkeiten von VR. Microsoft setzt verstärkt auf Mixed Reality und hat hierfür die HoloLens Datenbrille geschaffen.

Die Vorteile ergeben sich dadurch, dass die Potenziale von beiden Technologien genutzt werden. Das immersive Erleben von virtuellen Objekten, wie man es vom VR kennt, ist durch eine reine AR-Anwendung nicht in dem Umfang möglich, wie es eine Mixed Reality Anwendung ermöglicht. Gleichzeitig ist man aber nicht dadurch eingeschränkt, dass man sich nur in virtueller Umgebung befindet.

Wer eine VR-Brille schonmal benutzt hat, weiß um die leichte Orientierungslosigkeit, die entstehen kann, wenn die Augen künstliche Bewegungen wahrnehmen, während der Rest des Körpers keiner physischen Bewegung ausgesetzt ist. Dieser verwirrende Zustand entsteht durch Mixed-Reality erst gar nicht, da man die reale Umgebung stets wahrnimmt.

Das Sehen und Erweitern der realen Umgebung ist damit das AR typische Merkmal, welches Mixed Reality erfüllt. Durch intelligente Kameras und Sensoren erreichen Mixed Reality Datenbrillen ein präzises Tracking des Raumes und können dadurch virtuelle Inhalte passend platzieren. Dadurch wird eine Interaktion mit den Objekten ermöglicht, wie man diese aus der VR-Welt kennt. Was spielerisch klingt und in der Gamingwelt bereits angekommen ist, findet zunehmend seinen Weg in Unternehmensprozesse.  ​

Anwendungsmöglichkeiten von Mixed Reality im Unternehmen

Microsoft fokussiert mit der HoloLens bewusst unternehmensbezogene Einsatzzwecke, wie z.B. in der Maschinenbaubranche. Dabei stoßt man auf mehrere spezifische Fachbegriffe: Remote Assist, Remote Maintenance oder Remote Collaboration. Alle drei eint die Eigenschaft, dass ein Prozess durch eine Hilfe aus der Ferne unterstützt wird.

1. Remote Assist/Maintenance

Remote Assist oder Remote Maintenance meint generell die Möglichkeit, dass z.B. Techniker notwendige Informationen, Bedienungsanleitungen oder Wartungsanweisungen über ihre Brille erhalten und somit Maschinen und Geräte aufbauen oder warten können. Ist der Techniker überfordert, kann er zusätzlich weitere Wartungsexperten per Live-Videokonferenz dazuschalten und ihm das Wartungs- oder Aufbauobjekt durch eine Kamera anzeigen, um unverzüglich ,interaktiv‘ Hilfe zu erhalten.

2. Remote Collaboration

Stellen Sie sich vor, Sie könnten Diagramme, visuelle Grafiken und sonstige Inhalte mit abwesenden Partnern per Videokonferenz teilen und besprechen. Dadurch erzeugen Sie eine „see-what-I-see“ Situation mit mehreren abwesenden Teilnehmern und nehmen die Unterhaltung so wahr, als ob alle Teilnehmer wirklich im Raum wären, da diese ebenfalls Interaktionsmöglichkeiten erhalten. Dadurch werden Prozesse schneller und effizienter besprochen und Projekte zielführend vorangebracht. Dies wird unter Remote Collaboration verstanden.

Diese Beispiele verdeutlichen den Grundgedanken von Mixed Reality. Man nehme den Techniker in einer Fabrik, welcher Hilfe eines Wartungsexperten anfordert. Während der Techniker eine AR-Erfahrung durch zusätzliche Informationen des Wartungsexperten und einer Videokonferenzanzeige erlebt, wird der Wartungsexperte in eine VR-Welt versetzt. Denn diesem werden die notwendigen Objekte größengetreu eingeblendet, die er trotz räumlicher Entfernung wahrnehmen und mit diesen ortsunabhängig interagieren kann.

Microsoft Layout

Einen weiteren Anwendungszweck zeigt Microsoft mit Dynamics 365 Layout auf. Hierbei soll die Raumplanung der firmeneigenen Räume und Hallen optimiert werden. Maschinen und Arbeitsmittel werden mit ihrer tatsächlichen Größe digital erfasst. Anschließend kann durch die HoloLens der tatsächliche Raum vermessen und die erfassten Objekte virtuell platziert werden.

Dabei kann man Sicherheitsabstände, Notfalldurchgänge und sonstige Kriterien berücksichtigen und somit seinen verfügbaren Raum mit einer visuellen Vorstellung der Einrichtung und Anlagen planen. Die erstellten Pläne kann man anderen Mitarbeitern schicken und somit gemeinsam im Sinne der Remote Collaboration an der Raumplanung arbeiten.

Mixed Reality – die Zusammenarbeit der Zukunft?

Die aufgeführten Bespiele deuten einige Mehrwerte der MR-Technologie bereits an. Durch das Platzieren von relevanten Informationen genau am richtigen Ort, können komplexe Arbeitsprozesse für die Arbeiter vereinfacht werden. Sollte dennoch Hilfe benötigt werden, kann diese ortsunabhängig per Videokonferenz dazu geholt werden. Dies kann zu enormen Kosteneinsparungen führen, da Reise- und Arbeitskosten entfallen und teuere Experten effizient und zielführend eingesetzt werden können. Durch die Ortunabhängigkeit kann auch die Planungsqualität profitieren, wenn wichtige Meetings geplant werden und man nicht mehr an einen Ort gebunden ist.

Die erweiterten Visualisierungsmöglichkeiten können zur innovativen Produktpräsentation genutzt werden und somit dem Kunden eine neue Erlebniserfahrung bieten. Welche Möglichkeiten sich noch mit der Mixed Reality realisieren lassen, wird eine spannende Frage sein. Mixed Reality hat das Potenzial die Zusammenarbeit der Zukunft maßgeblich zu prägen.

Um von Mixed Reality profitieren zu können, müssen Unternehmen den Schritt wagen und sich Anwendungsmöglichkeiten, sogenannte Usecases, überlegen. In diese Überlegung müssen mögliche Mehrwerte und Potenziale einfließen, damit ein erfolgreicher Einstieg in die MR-Welt gelingt. Wenn man Usecases für sich sucht bzw. bewerten will, kann man sich ebenfalls an digitale Agenturen wenden und sich deren Expertise und Unterstützung sichern.

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Beitrag von:
Eduard-Zakureny_axon

``Jeden Tag entdeckt man neue, spannende Lösungen. Genau das reizt mich an der Digitalisierung.``

Eduard Zakureny
aXon Marketing